Ein kurzer Abriss über die Geschichte des Schlosses

 

Das Schloss wurde 1577 bis 1583 von Herzog Adolf von Schleswig-Holstein Gottorf gebaut. Seit der Landesteilung 1544 war er der Landesherr dieses sehr ungünstig geschnittenen Herzogtums. Sein Hauptsitz war in Schleswig, da die Marschen der Westküste jedoch sehr fruchtbar waren, ließ er in Husum und Tönning je ein Schloss erbauen, um seinen Herrschaftsanspruch zu untermauern. Damals lag das Schloss noch vor Husum.

 

Herzog Adolf war selbst selten im Schloss. Es war eher ein Verwaltungssitz. Nach seinem Tod 1586 ging es an seinen Sohn, Herzog Johann Adolf von Schleswig-Holstein-Gottorf. Der vermachte das Schloss und die dazugehörigen Ländereien 1602 seiner Ehefrau, Herzogin Augusta, die es zum Witwensitz ausbaute. Mit dem Tod ihres Mannes 1616 zog sie endgültig nach Husum. Unter ihrer Herrschaft wurde 1612 das Torhaus gebaut, der Küchentrakt entstand, der Bildhauer Henni Heidtrider schuf die berühmten Alabasterkamine und in den 1630er Jahren wurde das Kavaliershaus fertiggestellt. Herzogin Augusta lebte bis zu ihrem Tod 1639 auf dem Schloss.

 

Nach dem Tod Augustas ging das Schloss an ihre Schwiegertochter, Herzogin Maria Elisabeth. Unter ihrer Herrschaft wurde das Schloss erneut umgebaut. So verlegte sie zum Beispiel ihre Privaträume in den Südflügel, wo sie einen zweigeschossigen Paviliion errichten ließ. Sie lebte von 1660 bis zu ihrem Tod 1684 im Schloss vor Husum und machte es zu einem Zentrum der Kultur.

 

Das Schloss blieb auch nach dem Tod Maria Elisabeths im Besitz der Herzöge von Schleswig-Holstein-Gottorf, wurde jedoch kaum noch genutzt und verfiel zunehmend. Nach dem Ende des Nordischen Krieges 1720, als das Herzogtum an Dänemark fiel, gelangten auch die Schlösser in Husum und Tönning in den Besitz des dänischen Königs. D